Allgemein

Ein Besetzungs-Ausschuss, in dem auch "Kammerfrauen" und zuständige Gruppenführer mitwirken, entscheidet über die Teilnahme.
 
Dabei sein kann grundsätzlich jeder, der sich ab einem bestimmten Zeitpunkt schriftlich beworben hat und in Stadt und Landkreis Landshut wohnt.
 
Die Teilnahme an der "Landshuter Hochzeit 1475" ist aus versicherungstechnischen Gründen zwingend mit einer Vereinsmitgliedschaft verbunden.
 
Die Anmeldung mittels Formular ermöglicht erst die notwendige Versicherung aller Mitwirkenden und die Kontrolle über die ausgegebenen Kostüme und Utensilien; sie gibt auch Auskunft über das Alter - wichtig für die Einordnung in bestimmte Gruppen (Kinder, Pagen, Junker, Edeldamen) - und die Größe - wegen der für die einzelnen Gruppen verfügbaren Kostüme oder des äußeren Erscheinungsbildes (Tanzgruppen).

Historische und optische Erwägungen stehen hinter der Forderung nach langen Haaren (besonders bei Mädchen) und nach Vermeidung von (modischen oder in einer Gruppe dominierenden) Bärten. Diese Bedingungen sind nicht selten Grund zu Missstimmungen, aber bewährt.
 
Braut und Bräutigam müssen Landshuter sein und genießen einen "Geburtsbonus". Normalerweise werden sie von der Vorstandschaft aus den Bewerbern der "Edeldamen" und der "Junker" nach einem internen Meinungsbildungsprozess und Vorstellungsgesprächen gewählt. Zeit haben zum Proben, Reiten- und Tanzenlernen ist Bedingung.
Die Entscheidungsfreiheit des Ausschusses über die Mitwirkung ist bei mehreren Gruppen begrenzt, bei denen es sich um "Spezialisten" handelt, wie Schauspieler und Tänzer, Sänger und Musikanten (natürlich lauter Laien), um Turnierritter und ihre Helfer, Reiter und Wagenführer, Armbrustschützen, Falkner, Fahnenschwinger und Gaukler.

Überwiegend handelt es sich hierbei um festgefügte Gruppen, die auch außerhalb der Aufführungszeit zusammenarbeiten und sich selbst ergänzen. Geprüft und bestätigt werden aber auch diese.
 
Trotz der zwingenden Notwendigkeit, einen festen Stamm von Mitwirkenden zu erhalten, versucht der Ausschuss, der Schar der über 2000 Mitwirkenden immer wieder neue Gesichter und Impulse zuzuführen und besonders Kindern und Jugendlichen in großer Zahl eine Chance zu geben. Anpassung ist aber durchaus nötig, wenn das Mitmachen zum Spaß und bleibenden Erlebnis werden soll.
 
Schon bei den Vorstellungsgesprächen, denen sich alle Bewerber persönlich unterziehen müssen, das Bewusstsein zu schärfen, dass das Mitmachen-dürfen in vielen Gruppen frühzeitig mit Proben beginnt und während der Aufführungswochen zu harter Arbeit ausarten kann, ist auch eine Aufgabe des Besetzungs-Ausschusses.

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